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Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vom 23.09.19 Die Stadt Rösrath drückt nicht nur ihr beabsichtigtes Bauvorhaben am ForsPark mit aller Macht gegen den Willen von über 600 Bürgerinnen und Bürgern weiter durch. Nein, entgegen aller Versprechen (s. Bebauungsplan …
Zunächst wurde am Knotenpunkt Bensberger Str. / Höhenweg eine weitere Verkehrszählung zwischen 07.00 Uhr und 09.00 Uhr durchgeführt, aus der eine deutlich höhere Belastung aus dem Bringverkehr der Kindergarten- und Schulkinder und Staus auf dem …
Die Stadt Rösrath schraubt ihre Anstrengungen in weite Höhe, um die wenigen Häuser auf dem ForsPark bauen zu können. So wurde jüngst das Verkehrsgutachten erneuert und der Geltungsbereich korrigiert. Dabei hält kein einziges Argument der …

Das Problem der fortschreitenden Versiegelung von Rösrath

Die Stadt Rösrath treibt ihre Bauvorhaben ungehindert weiter. Für zwei große Neubaugebiete fand zeitgleich bis zum 26.05.2019 die Beteiligung der Bürger und der Behörden gemäß § 3 (1) BauGB statt.

In dieser entscheidenden Phase der Bürgerbeteiligung hatten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Ihre Interessen und Rechtspositionen im Bauleitplanverfahren oder Planungsverfahren zu vertreten und zu wahren.

Leider nutzen die Verantwortlichen Vertreter der Stadt Rösrath aus, dass das Interesse und Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger oft erst bei persönlicher Betroffenheit zu entstehen scheint. Allerdings haben die Planungen und der gesamte Prozessverlauf dann bereits ein Stadium erreicht, in dem die Möglichkeiten zur Einflussnahme kaum noch bestehen.

Es ist entscheidend, dass nicht nur diejenigen Anliegen, Bedenken und Einwände vortragen, die unmittelbar von den Bauvorhaben betroffen sind, sondern auch solche, die aufgrund der in ganz Rösrath auftretenden Folgeprobleme ebenfalls betroffen sein werden. Es muss den Vertretern der Stadt deutlich machen, dass diese dafür gewählt wurden, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger zu vertreten und nicht über deren Interessen hinwegzugehen.

Die folgenden Punkte sollen Ihnen die mit den Bauplänen verbundenen negativen Aspekte aufzeigen und das deutlich machen, was seitens der Verantwortlichen nicht deutlich angesprochen wird.

Und darum geht es

Zusätzlicher Verkehr
Die für die jeweiligen Bauvorhaben angefertigten Verkehrsgutachten beziehen sich immer nur auf das einzelne Bauprojekt. Nun werden allerdings viele Straßen, insbesondere die Hauptstraßen und Straßen zu Schulen und Kindergärten in Rösrath vom Neuverkehr aller Baugebiete betroffen sein. Die Verkehrsprobleme multiplizieren sich, was in keinem Gutachten klar herausgestellt wird.
Die Vertreter der Stadt schaffen damit Probleme, die ein tagtäglich spürbares Ärgernis für uns alle sind und um deren Beseitigung sich später andere kümmern können.

Kindergarten, Schule – Baustellenverkehr
Die Sicherheit unserer Kinder an Kindergarten und Grundschule am Höhenweg in Forsbach wird aufgrund des in der Bauphase entstehenden Schwerlastverkehrs nicht mehr gewährleistet sein. Der Baustellenverkehr wird über Monate wenn nicht gar Jahre über Kirchweg und Höhenweg laufen müssen. Zusammen mit dem morgendlichen Bring- und Holverkehr wird am Höhenweg eine Situation entstehen, die unsere Kinder nicht mehr bewältigen können. Entwicklungsbedingt sind sie kaum in der Lage, mit dieser veränderten Verkehrssituation umgehen zu können.

Das Verkehrsgutachten zum B-Plan Nr. 124 sagt hierzu rein gar nichts!

Salamitaktik
Der Verein ForsPark e.V. hat beim Treffen am 13.02.2019 mit dem Bürgermeister und Vertretern der Stadt aus erster Hand erfahren, dass der Rat kein einzigen Beschluss fassen werde, der einer weiteren Bebauung des Areals entgegenwirken könnte. Damit ist die weitere Bebauung nach Salamitaktik zu erwarten; immer ein Bauabschnitt mehr. Die damit verbunden Probleme multiplizieren sich.

Straßenausbau, Anliegergebühr und Neuregelungen
Um all den entstehenden Neuverkehr bewältigen zu können, wird die Stadt Rösrath einige Straßen (beispielsweise Hoffnungsthaler Straße) ausbauen müssen. Die Konsequenz aus den Neubaugebieten wird die finanzielle Beteiligung vieler Bürgerinnen und Bürger an diesen Maßnahmen sein. Die Beträge dafür können leicht fünfstellig sein. Die Rechnung dafür kann erst Jahre später nach Baubeginn gestellt werden; bis dahin sind die verantwortlichen Politiker „weit weg“.

Ferner sind neue Einbahnstraßenregelungen zu erwarten, sowie Parkverbote und vieles mehr.

Abwasserproblematik im Plangebiet Nr. 124
Auf der Wiese des Forsparks konnten „in den geprüften Bodenschichten keine Versickerungsraten gemessen werden“. So steht es im Bebauungsplan Nr. 124, Teil C: Begründung auf Seite 8. „Daher ist eine Versickerung der anfallenden Regenwässer grundsätzlich vor Ort nicht möglich.“ Das Abwasser wird durch die Bebauung im erheblichen Maß zunehmen, vor allem, bei einer Gesamtbebauung des Areals. Sind alle möglichen Szenarios (Starkregen, Dauerregen, Quellen, Siefen) durchgespielt und mögliche Wassermengen berechnet worden? Sowohl der DWD als auch das CSC gehen von einer deutlichen Zunahme der extremen Wetterereignisse in den nächsten 50 Jahren aus. Die enstehenden Kosten werden Sie tragen!

Die derzeitige Grundsteuer B beträgt bereits 690 Prozentpunkte! Sie wird nicht steigen…? Die Grundsteuerreform wird ein willkommenes Geschenk für die Stadt sein, die Bürger noch mehr zur Kasse zu bitten, um die ganzen Probleme zu bewätigen, die durch die Neubaugebiete entstehen werden. Und wird dann erklären, dass am Anstieg die Bundesregierung Schuld sei.
Nein? Wetten, dass!

Natur und Umwelt
Beim Bebauungsplan Nr. 124 wird damit begonnen, 8ha kostbare Natur am Ortsrand zu zerstören.
Im Umweltbericht heißt es: „Mit der Realisierung des Bebauungsplanes sind unter Berücksichtigung von externen Kompensationsmaßnahmen überwiegend keine erheblichen Umweltauswirkungen auf die Schutzgüter bzw. Wechselwirkungen verbunden.“

Diese Sichtweise berücksichtigt lediglich den Status quo. Der Verein ForsPark e.V. hatte aber im Januar ein „Handlungskozept ForsPark 2019“ veröffentlicht, welches eine innovative Nutzung der Freifläche aufzeigt. Das Potential der Freifläche gegenüber einer Bebauung ist deutlich positiver in Bezug auf Lebensqualität und Umwelteinflüsse. Solche Vergleiche finden aber nicht statt.

Eingriff in die Natur und Kompensation
Der Flächenverbrauch wird so kompensiert: Für Altvolberg zahlt die Stadt auf ein privates Ökokonto ein. „Mit dem Erwerb von 277.994 Punkten aus dem Ökokonto des Herrn Michael Becher (Overath) ist der vorliegende Eingriff im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 121 „Altvolberger Wiese“ der Stadt Rösrath vollkommen ausgeglichen.“ (Quelle: Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP); Seite 33, Abschnitt 6.4 Ersatzgeldzahlung)

So einfach geht das. Und das auch noch auf ebay-Kleinanzeigen ?????

Alternative Optionen
Es existieren Gebiete in Rösrath, die sehr viel einfacher zu entwickeln sind und die nicht im vergleichbaren Maße verkehrstechnische Probleme erzeugen. Sicherlich wären davon auch wiederum Menschen betroffen – allerdings muss abgewogen werden, in welchem Ausmaß jeweils die Menschen in ganz Rösrath betroffen sind.

Oder man muss sich eingestehen, dass ein „immer mehr“ irgendwann nicht mehr funktioniert.

Mischen Sie sich ein!

Altvolberg und ForsPark sollen bebaut werden. Punkt. Weil das so beschlossen wurde. Einwände der in Rösrath lebenden Bürgerinnen und Bürger stören die Verantwortlichen.

Natürlich stören Einwände und Bedenken die Planungen. Und ja, einige Politiker und Investoren wird das vielleicht auch ärgern.

Aber um was geht es denn hier? Um uns! Nicht um Politiker. Und schon gar nicht um die weitere Förderung politischer Seilschaften.

Wir können immer noch viel tun. Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie wissen möchten, welche konkreten Möglichkeiten bestehen.

Es ist nie zu spät.

Der Erfolg eines Ortes ist wesentlich bestimmt von der Qualität seiner Frei-Räume!"

- ForsPark e.V. -

ForsPark - Impressionen